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Zeitzeichen

Gaby Wartmann Gottpreis zeigt in dieser kleinen, aber feinen Ausstellung einen Querschnitt durch ihr gegenwärtiges Schaffen. Die Bilder strahlen feine Sensibilität aus. Man erkennt in ihren abstrakten Kompositionen, meist in zarten oder dann erdigen leuchtenden Farben wie hier in dieser Ausstellung, einzelne Fragmente, die einen fesseln und zum Denken animieren. Sie malt, was sie tief in sich innen fühlt, Gedanken und Visionen, Ungewohntes und Überraschendes, und hält dadurch den Betrachter in Atem. Ihre abstrakten Kompositionen widerspiegeln Landschaften in fremden Welten, die sie auf ihren Reisen mit ihrem Mann erlebt hat, aber auch die Wüste zieht sie als Landschaftsbild an, die nicht nur einfach mit Sand zu tun hat, sondern die raffiniertesten Farbenspiele möglich macht. Ihre Arbeiten haben etwas mit Stille zu tun, mit jener, die man tief innen in sich selbst erleben kann, wenn man bereit ist loszulassen, die Dinge die einen ständig antreiben. Feine Schattierungen, Querflächen, oder überraschend temperamentvolle Malausbrüche verzaubern ihre Bildinhalte. Man geht diesen Bildern nach, staunt über die fein durchdachten Platzierungen der Motive, der Ornamente, und geniesst dann wieder das auflösende Moment, das kaum mehr ein figuratives Element beinhaltet. Gaby Wartmann ist immer ihren eigenen Weg gegangen, dank ihrer fundierten Ausbildung auf viele Jahre verteilt, hat sie sich eine grosse Sicherheit im gestalterischen Element erarbeitet. Sie spielt heute mit Hell und Dunkel, mit feinen Schattierungen, manchmal Ton in Ton, dann wieder aus dem Kontrast heraus. Plötzlich erkennt man ein Motiv, das aus dem Hintergrund sticht, fein bearbeitete Querlinien, rhythmische Anordnungen von Zeichen oder ein Objekt wie ein flatterndes Tuch. Man darf sich Dinge träumen, man darf aber auch einfach geniessen, denn all ihre Bilder strahlen durch den fein bearbeiteten Inhalt heraus viel Kraft aus. In dieser Ausstellung arbeitet sie mit Eitemperafarben, und die geben ihren kleinen Bildern zusätzlichen Zauber. Sie ist eine Malerin, die in sich das gefunden, was sie sich immer gewünscht hat, malen als Lebensinhalt, mit Leidenschaft, so dass die augenblickliche Zeit vergessen geht.

Madeleine Schüpfer, Kulturjournalistin

MAGGS, GRABEN 33, 5000 AARAU